Informationen zur Partnerschaft

Der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg und der Kirchenkreis Devhula-Leboa blicken auf eine lange Partnerschaft zurück. Ende der 70-iger Jahre begann sie auf Grund eines Aufrufes der Hannoverschen Landeskirche an Kirchenkreise und Gemeinden. Die Partner lebten unter schwierigen politischen Verhältnissen. Die Apartheid trennte in Südafrika die weißen Menschen von den Schwarzen und Farbigen. Die Schwarzen mussten zum Teil ihre Heimat verlassen und wurden in Homelands umgesiedelt. Sie durften keinen Kontakt zu Weißen haben. Für die Christen in Deutschland war das ein unhaltbarer Zustand und so entstanden aus verschiedenen Kirchenkreisen Partnerschaften zu schwarzen lutherischen Gemeinden in Südafrika. Der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg begann eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Devhula-Leboa, zum größten Teil im Homeland Venda im Norden Südafrikas an der Grenze zu Zimbabwe gelegen. Von Anfang an spielten die Begegnungen eine große Rolle. Bei den Besuchen in Südafrika war es selbstverständlich, dass die Besucher in den Häusern der schwarzen Gastgeber lebten, nicht immer gern gesehen von der südafrikanischen Regierung. Diese Begegnungen stärkten aber den Afrikanern den Rücken. In dieser Zeit wurden die Partner auch finanziell unterstützt. Sie erhielten Zuschüsse zum Bau von Kirchen und Gemeindehäusern, denn die Gemeinden wuchsen stark an. Außerdem gab es finanzielle Hilfen in Notsituationen, u.a. bei Umweltkatastrophen.
Seit dem Ende der Apartheid hat die Partnerschaft ein neues Gewicht bekommen. Es gibt weiterhin Begegnungen hier wie in Afrika, doch die finanziellen Hilfen richten sich besonders auf die Ausbildung der jungen schwarzen Partner. Früher konnten sie so gut wie keine weiterführenden Schulen besuchen, die international anerkannt waren. Das ist jetzt möglich, muss aber zum Teil selber finanziert werden.
Das wohl größte Problem der Partner in Südafrika ist Aids. Auch im Partnerkirchenkreis sind viele Menschen an HIV positiv erkrankt; viele sind daran bereits verstorben.  Die Partnerschaft bemüht sich, auch hier zu helfen, u.a. durch finanzielle Unterstützung.
Neben der finanziellen Hilfe ist aber das Gebet füreinander sehr wichtig. So gibt es einmal im Jahr, am 1. Sonntag im Februar den Partnerschaftssonntag, der hier und dort die Probleme der Partner bedenkt und im Gebet aufnimmt. Die Partnerschaft ist nach dem Ende der Apartheid immer mehr zu einem Geben und Nehmen auf beiden Seiten geworden.
 
Harm Cyriaks -Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses des Ev.-luth. Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg

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