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Stolpersteinverlegung mit Konzert und Vortrag in Lauenau

  KK News

am 17. und 18.6.22

Endlich ist es soweit! Nach zwei vergeblichen Planungen in 2020 und 2021 werden am 18.6.2022 in Lauenau 4 Stolpersteine für die in der Nazizeit enteigneten und ausgewanderten  Angehörigen der Familie der sog. "oberen" Hammerschlag verlegt. 

Begleitend zu der eigentlichen Verlegung gibt es einen Vortrag, ein Konzert und eine kleine begleitende Ausstellung zur Familie Hammerschlag.

Ablauf:

Freitag, 17.6.22 um 19 Uhr

Vortrag Gunter Demnig zu seinem Kunstprojekt Stolpersteine

Heimatmuseum Lauenau

 

Samstag, 18.6.22 um 9 Uhr

Verlegung von 4 Stolpersteinen für Adolf und Franziska Hammerschlag sowie deren Söhne Ernst und Ludwig "Lutz" Hammerschlag. 

Am Rundteil 2, Lauenau (Antikgeschäft Trümper) 

 

Samstag, 18.6.22 um 19 Uhr 

Konzert Esther Lorenz "Eine musikalische Reise durch das Judentum" 

St. - Lukas Kirche Lauenau

Begleitend dazu gibt es eine kleine Ausstellung von Jürgen Schröder zur Familie Hammerschlag im Heimatmuseum.

Zu Besuch werden wieder die Brüder Lennard und Mark Hammerschlag sein, sowie Prof. Michael Hayse von der Stockton Universität, Atlantic City, Lehrstuhl Holocaustforschung. 

 

Zum Konzert: "Donna Donna“ - Eine musikalische Reise durch das Judentum
mit hebräischen, sefardischen und jiddischen Liedern
mit Esther Lorenz, Gesang + Rezitation
und Peter Kuhz, Gitarre

"Am Ende lösten sich die Zuhörer tief bewegt in der Erkenntnis, den uralten Puls des Judentums gefühlt zu haben - einen Atemzug lang." (Rheinische Post)
Mit dem Konzertprogramm „Donna Donna“ benannt nach dem berühmten jiddischen Lied von Sheldon Secunda, das sich metaphorisch mit dem Warschauer Getto beschäftigt, präsentiert die Sängerin Esther Lorenz israelische und spanisch-jüdische Musikkultur. Auch das Ostjudentum mit seiner reichen lyrischen wie geistlichen Welt findet Raum. Der Poet Abraham Reisen wird oft der „Heinrich Heine der Jiddischen Sprache“ genannt. Sein Gedicht „Vek nisht“ wird als Vertonung von Esther Lorenz im Duett mit Peter Kuhz vorgetragen, der außerdem das Konzert an der Gitarre begleitet
„Bashana haba'a“ malt Ferientage in Israel mit spielenden Kindern vor die Augen der Zuhörer - und Kranichen, die über den Köpfen hinweg ziehen: „Du wirst sehen - alles wird gut – im nächsten Jahr“ . Esther Lorenz besingt den „Abend der Rosen“ in „Erev shel shoshanim“ - ein modernes israelisches Liebeslied, das oft auf Hochzeiten gespielt und gesungen wird und das Hohelied der Liebe von Salomo.
Weniger bekannt ist die Musik der sephardischen Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien im Mittelalter in ganz Südeuropa, in Israel sowie in New York ansiedelten. „Adio Querida“ - der Abschied von der Geliebten wurde der Inbegriff dieser musikalischen Überlieferungen der Sefarden. Noch heute erinnert der spanische Flamenco an die maurischen Klänge dieser fast vergessenen Kultur.
Erläuterungen über jüdische Bräuche, Lyrik und die berühmte Prise Humor vervollständigen dieses Kaleidoskop, das jüdisches Leben von verschiedenen Seiten beleuchten möchte.
"Kaum jemand im Saal dürfte hebräisch verstanden haben, trotzdem gelang es Esther Lorenz, die Gefühlswelt, die zentralen Aussagen der Lieder mit der Sprache der Musik zu vermitteln, dass jeder im Saal verstanden haben dürfte."
(Fränkische Landeszeitung)

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