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Für Herz, Geist und Seele

während der Corona-Krise

Gedanken von Pastorin Sabine Schiermeyer

Ein Blick aus meinem Arbeitszimmer in den Minigarten zwischen Pfarrhaus und Gemeindehaus. Die zufällige Kombination an meinem Fenster bringt zusammen, was gar nicht zusammen gehört. Ein übriggebliebener Weihnachtsstern, den ich nicht abgenommen habe, leuchtet im Sonnenlicht. Wir erinnern uns? Familienbesuche, volle Weihnachtsmärkte, Trubel in den Geschäften, schönstes Adventssingen unter der Sternendecke in St. Nikolai - Erinnerungen aus einer anderen Welt. Das Kreuz schiebt sich in den Stern. Wir sind noch in der Fastenzeit vor Ostern. Und verzichten plötzlich auf so viel mehr, als wir uns jemals vorgenommen hätten. Es ist ein Kreuz mit dem Corona-Virus. Es liegt schwer auf unseren Schultern. Und ich wünsche mir, dass der es mitträgt, der es damals in Jerusalem am Karfreitag auf der Schulter hatte. Und dahinter leuchten gelb die Forsythien. Die Amsel baut ihr Nest, als ob nichts wäre. Meine Augen gehen vom Schreibtisch immer wieder ins Himmelsblau. Frühling - Ostern - neues Leben aus dem Tod - selten habe ich das so sehnsüchtig erwartet wie in diesem Jahr. Bleibt behütet!

Fotokarte von Diakonin Aika Feldmann

Pastor Roland Ressmann aus Lauenau

Andacht für den Sonntag Judika, den 5. Sonntag der Passionszeit - 29. März 2020

 

Die Glocken in St. Aegidien/Hülsede und in St. Lukas/Lauenau läuten am Sonntag zu den gewohnten Gottesdienstzeiten.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe sonntägliche Gemeinde,

weiterhin sind wir betroffen von der Corona-Pandemie, erleben Verunsicherungen, Begrenzungen, Not und Abschied genauso wie Besonnenheit, solidarisches Handeln in unseren Orten und kluges Handeln in Politik und in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Institutionen. Wir sind dankbar für die „Helden des Alltags“, die unter großem Einsatz „den Laden“ am Laufen halten, die für uns „kämpfen“ für eine Zeit nach der Corona-Krise.

Der Sonntag Judika hat seinen eigenen Blick auf die Passion Jesu. „Gott, schaffe mir Recht… und errette mich“, Psalm 43 gibt die Blickrichtung an. Genauso wie der biblische Wochenspruch aus Matthäus 20,28: „Der Menschensohn ist nicht gekom-men, dass er sich dienen lasse, sondern das er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“

Es ist Sonntag, wir halten inne, sind versammelt in unseren Häusern, an unterschied-lichen Orten, verbunden mit Christinnen und Christen, Menschen in aller Welt. Wir kommen mit unserem Dank und unseren Sorgen. Wir wollen uns bewusst machen, welchen Weg Christus für uns gegangen ist. So sind wir als Hoffnungsgemeinschaft einander zugewiesen. Im Namen Gottes, der Himmel und Erde geschaffen hat. Im Namen Jesu, dem wir nachfolgen. Im Namen des Heiligen Geistes, der uns Mut macht zum Glauben und zur Hoffnung, der uns tröstet und bestärkt. Amen

Lied zum Nachschlagen und Mitsingen: EG (Evangelisches Gesangbuch) Nr. 398,1.2 „In dir ist Freude!

 

Gott, schaffe mir Recht

und führe meine Sache wider das unheilige Volk

und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

 

Denn du bist der Gott meiner Stärke:

Warum hast du mich verstoßen?

 

Warum muss ich so traurig gehen,

wenn mein Feind mich dränget?

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten

und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

 

dass ich hineingehe zum Altar Gottes,

zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

 

Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

 

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Psalm 43, EG 724

 

  • Stille -

A: Jesu Christus, unser Herr, wir singen dir Lob.

E: Wir singen dir –

Allein und mit schwacher Stimme

aber wir sind nicht allein.

Wir sind getrennt von unseren Freundinnen und Freunden,

verzichten auf soziale Kontakte.

A: Aber wir singen nicht allein. Du bist bei uns.

 

A: Jesus Christus, unser Arzt, wir rufen zu dir.

E: Wir rufen zu dir --

in Sorge um die Kranken -

aber sie sind nicht allein.

Wir rufen zu dir mit bangem Herz,

in Trauer um geliebte Menschen.

A: Aber wir rufen nicht allein. Du bist bei uns.

 

A: Jesus Christus, unsere Freude, wir hoffen auf dich.

E: Wir hoffen unter deinem Geleit

und bitten um Schutz und Schirm für alle

die pflegen, forschen, retten.

Wir bitten um Frieden in unserem Land, bei den Nachbarn, in Syrien und an der griechischen Grenze.

A: Aber wir hoffen nicht allein. Du bist bei uns.

 

A: Jesus Christus, unser Tröster, wir singen, wir rufen, wir hoffen.

Alleine und gemeinsam loben, beten, glauben wir.

 

  • Stille -

 

Dir vertrauen wir uns an,

heute, morgen und jeden neuen Tag.

Amen.                              (vgl. www.michaeliskloster.de/aktuelles/2020/03-16-gottesdienst-zeitgleich)

 

Liebe sonntägliche Gemeinde, liebe Brüder und Schwestern, liebe Freunde,

„Schaffe mir Recht“, im Sinne von Psalm 43,das ist nicht derRuf einer Ellenbogen-gesellschaft, die immer wieder und zuerst das eigene Glück, den eigenen Vorteil, den eigen Gewinn, den eigenen Lifestyle und Ego als das Maß aller Dinge betont und auch lautstark einfordert. Es ist - zu allen Zeiten - vielmehr der Ruf von Menschen in Not, in Grenzerfahrungen, in täglicher Sorge um das Überleben, in Unterdrückung gegenüber Willkür… Es ist der Ruf gegen alle Rechthaberei, gegen alle frommen Floskeln, gegenüber Gewalt, Intoleranz und Vorurteilen. „Schaffe mir Recht“, das klingt fordernd, mit dem Unterton der Verzweiflung, der Hoffnung auf eine gerechte Rechtsprechung, einer gerechten „letzten Instanz.“ Das hebräische Wort, das dem zugrunde liegt, bedeutet so viel wie „Recht herstellen, Recht durchsetzen“. Im Sinne von einem gerechten Urteil sprechen, wie auch jemanden zu seinem Recht verhelfen. In guten Zeiten sind unsere Gerichte in Deutschland voll u.a. mit Nachbarschaftsstreit und manchen Nicklichkeiten. Ein Richter seufzte mir gegenüber mal: „Mit was wir uns heutzutage alles rumplagen müssen. Soviel Nichtigkeiten, die man eigentlich leicht aus der Welt schaffen könnte…  ein mehr an gesundem Menschenverstand und der Wille, auch mal nachzugeben und zur Versöhnung wären gut.“

Im Moment erlebe ich in unserem Land viel Besonnenheit und respektvollen Umgang miteinander. Es ist die Stunde der „Helden des Alltags“, die Stunde des „Dankes“, an Menschen an der Kasse, gegenüber Menschen, die mit viel Engagement in unseren Krankenhäusern arbeiten, unseren Müll abholen, gut organisieren und regieren… Menschen, die sich an die Sicherheitsabstände halten sind in der deutlichen Mehrzahl, Menschen, die in Menschenverachtung ältere Leute anhusten die große Ausnahme. Ein großes Angebot an Unterhaltung, Mut-mach-Worten, Austausch, Konzerte… findet sich in den sozialen Netzwerken. Jetzt ist die Stunde des Miteinanders, Solidarität und Nächstenliebe bekommt einen neuen Wert, einen ganz anderen, neuen Klang. Am liebsten möchte ich mit der Gruppe Sportfreunde Stiller die Hymne „Applaus, Applaus“ in Dauerschleife spielen. Weiter erlebe ich Menschen nachdenklich, mich erreichen Mails oder ich werde „auf Distanz“ angesprochen: „Was hat uns die Krise zu sagen?“ „Was will er (Gott) uns damit sagen?“ „Müssen wir nicht generell, auch zukünftig, rücksichtsvoller miteinander umgehen, soziale Aufmerksamkeit nicht vergessen, Hilfsbereitschaft üben?“ „Sollte man nicht die Krise als Anlass nehmen, noch einmal neu über unser Wirtschaften nachzudenken, es muss in der Welt gerechter zu-gehen…?“ „Man vergisst so schnell, wie gut wir es in unserem Land noch haben!“ „Ich erlebe im Moment was wirklich wichtig ist, erlebe auch Entschleunigung.“ Stimmen, nicht repräsentativ, aber doch bei aller Sorge um wirtschaftliche Existenzen Stimmen, die wichtige Fragen aufwerfen und in die Zukunft weisen.

Christinnen und Christen glauben, dass unsere Zeit in Gottes Hand ruht. Das ist eine Haltung, die nicht die Hände in den Schoß legt. Es ist eine Haltung, die Gerechtigkeit übt, „Recht“ im Alltag zur Geltung verhilft und gleichzeitig darauf vertraut, das Gott in Krisen und durch die Krisen hindurch gegenwärtig ist. Wir nehmen das Leben fest in den Blick, auch wenn wir wissen, dass wir nur auf „Durchreise“ sind. Unser Leben ist Geschenk und Auftrag an unsere Schöpfung und Mitmenschen gleichermaßen. Frühlingszeit und Passionszeit. Helligkeit und Sorge um die weltweite Ausbreitung der Corona Pandemie und deren Folgen. Das Kreuz Jesu Christi und die vielen Kreuze, die uns im Leben begegnen. Manchmal ist ausweichen nicht möglich. Der heutige Predigttext aus dem Hebräerbrief 13 ist nur drei Verse lang (12-14), aber sehr gehaltvoll: 12 Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. 13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. 14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Gott ist bei den Menschen in und außerhalb der Stadt. „Draußen“, vor dem Tor. Da sind Menschen mit ihren Schicksalen, Menschen, die nicht dazugehören. All die Unzähligen in den Armuts- und Kriegs- und Krisenregionen dieser Welt, die an den Umständen leiden und auf Recht und Gerechtigkeit hoffen. Draußen sind Menschen, denen es an sozialen Kontakten fehlt, die in Unfrieden mit ihren Familien leben, Menschen, die krank sind, persönliche Notzeiten erleben… die „da draußen“ haben viele Gesichter. Die Passionszeit ruft uns in Erinnerung: Menschliches Recht ist immer unvollkommen, aber „da draußen“ ist der leidende Christus, ist Gott selbst. Als Hoffnungsgemeinschaft stehen wir bei den Menschen „draußen“ und stellen uns auf ihre Seite. Und ich tue das, was mir möglich ist, um menschliche Not und Sorge zu lindern, Trost, Halt, Hoffnung zu geben, Menschen in dieser Krisensituation eine „neue Stadt“ zu schenken. So erleben wir Zukunft, vielleicht auch einen ganz besonderen Frühling. „Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht, ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht. Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehen. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehen“ (EG 97,1).

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen

 

Lied: EG (Evangelisches Gesangbuch) Nr. 97,1-6

 

Fürbittengebet (nach evangelisches-brevier.de):


L: Jesus Christus, du rufst uns zu dir. Aus dir können wir alles empfangen. Du bist unsere Hoffnung. Du bist voller Gnade und Wahrheit für alle, die sich nach dir ausstrecken. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

 

Christus Jesus, du bist unser Leben. Du warst gehorsam bis in den Tod. Du bist die

Quelle geworden von allem Trost. Du bist für uns Weg und Wahrheit und Leben. Und

Auferstehung ist ganz in dir. Du bist unsere Versöhnung und unser Friede. Dich rufen

wir an.

A: Kyrie eleison.

 

L: Jesus Christus: Mühselig mit unseren Last und beladen von Schuld kommen wir zu dir. Du bist das Heil derer, die auf dich warten. Du bleibst die Hoffnung aller, die in dir

sterben. Du bringt Erfüllung für jede und jeden, die es mit dir wagen. Dich rufen wir

an.

A: Kyrie eleison.

 

L: Wir bitten dich: Schaffe dir durch die Macht deiner Gnade ein hörendes Volk, das

deine Botschaft gern aufnimmt, das immer wieder umkehrt zu dir und Früchte des

Geistes zu bringen vermag. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

 

L: Stehe allen bei, die sich in Gefahr befinden, die bedrängt sind oder Not leiden. Umsorge die Kranken. Gewähre deinen Schutz den Schwachen, den Einsamen und Verlassenen. Schau auf jene, die keine Helfer haben. Dich rufen wir an und beten gemeinsam:


L: Vater unser

Hinführung zum Segen:

EG 171,2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten.


Segen

L:: Der Herr segne uns und behüte uns // der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. // Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.


A: Amen.

 

Herzliche Grüße aus dem Pfarrhaus Lauenau, Gottes Segen und Gesundheit Ihr/Euer Roland R. Ressmann, Pastor - Lauenau – Hülsede – Messenkamp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotokarten von Diakonin Aika Feldmann

YouTube-Channel der Evangelischen Jugend Grafschaft Schaumburg

Sehen, was die Jugend bewegt.

https://www.youtube.com/channel/UC9FJierWezeE8WJKkW-gayg

Andacht zum Sonntag "Lätare" von Pastorin Elisabeht Schacht-Wiemer, Exten-Hohenrode

Was für ein Bild!

 

Christus mit weit ausgebreiteten Armen und geöffneten Händen.
Vielleicht haben Sie es in der Zeitung gesehen
Die 30 Meter hohe Christus-Statue auf einem Berg im Süden der Stadt Rio de Janeiro ist an sich schon eindrucksvoll.
Nun wird nachts ein riesiger Globus auf die Brust des Jesus projiziert.

Die vom Corona-Virus bedrohte Weltin beschützenden Händen und an Jesu Herz gelegt – ein Trost, der uns allen gilt.
„Wir beten für Euch, wir denken an Euch, wir legen euer Wohl in Gottes Hände!“

Es ist ein bewegendes Zeichen für alle, die weltweit unter der Pandemie leiden.
In dieser Zeit müssen wir ja andere Wege finden um Gottes gute Nachricht unter die Menschen zu bringen, um Trost zu spenden.

Trost, der bitter nötig ist.

Wir können nicht direkt Worte sprechen, Berührungen sind nicht möglich, segnende Hände dürfen nicht aufgelegt werden.

Aber alle anderen Sinne sind ja wach:

Hören und Sehen, Lauschen und wahrnehmen, das können wir.
Sonntags läuten die Glocken zum Gebet.  Die Kirchentüren müssen leider geschlossen bleiben.
Ein Vater Unser aber können wir in dieser Zeit sprechen.
Anrufen können wir uns gegenseitig und fragen, wie es geht.
Tatsächlich einen Brief schreiben und diesen in den Briefkasten werfen.
Phantasie ist gefragt um sich zu begegnen.
Und ich denke, die Nachbarschaftshilfe  funktioniert ganz gut.

Cristo Redemptor – Christus, der Erlöser.

Er segne uns, er beschütze uns, er behüte uns! Bleiben Sie gesund!

Lied, Predigt und Segen zum Sonntag "Lätare"

von und mit Superintendent Andreas Kühne-Glaser zu finden unter

www.nikolai-rinteln.de

Der Wal und das Ende der Welt

ein Videobeitrag von Pastorin Sabine Schiermeyer, Rinteln

Abgesagt / Nicht abgesagt

Abgesagt ist ...

... die Vereinsfeier
... der Kinoabend
... das Schützenfest
... die Abendandacht
... das Fußballtraining
... die Jahresversammlung
... das Frauenfrühstück
... die Klassenfahrt
... der Besuch bei den Großeltern
... der Basar
... die Dorfwerkstatt
... das Doppelkopfturnier
... die Theatervorstellung
... die Urlaubsreise
... der Opernbesuch
... der Kindergottesdienst
....

Abgesagt ist nicht...

... der Frühling
... die Sonne
... das Singen der Vögel
... das Aufblühen der Bäume
... das Duschen am Morgen
... der Wein am Abend
... das Lachen der Kinder
... das Spiel mit dem Hund
... das Lesen
... die Liebe
... die Musik
... die Freundschaft
... die Fantasie
... das Gespräch
... die Hoffnung
... das Beten
... der Regenbogen als Zeichen von Gottes
   Treue und Nähe (1. Mose 9, 16+17)

Ich erinnere mich an eine Erzählung über eine Frau, die schwer krank war. Sie hat sich von ihrer Familie und all ihren Freundinnen und Freunden gewünscht, dass diese ihr jeden Tag eine kurze Mail mit einer Erfahrung schicken, die sie an diesem Tag glücklich gemacht haben. Der Wunsch wurde erfüllt, und so erschienen tatsächlich jeden Tag wunderbare Kurznachrichten auf ihrem Handy.
"Ob sie das denn aushalten könne?", wurde sie gefragt, "ob das Glück der anderen sie nicht noch unglücklicher machen würde?"

Es geschah das Gegenteil: Die Frau wurde auf Grund der Lebensfreude, die ihr auf diese Weise vermittelt wurde, immer vorfreudiger auf das Leben nach der Krankheit. Zudem konnte sie in allen Telefonaten, die sie führte, an die erhaltenen Nachrichten anknüpfen und z.B. nachfragen, wie es denn weiter gegangen sei. Das half ihr auch, die Situation, in der sie selbst gerade lebte, anzunehmen und sie als Herausforderung zu sehen.

Lasst uns in diesen Zeiten auf das Gute in unserem Leben besinnen und danach ausrichten. Ich bin mir ganz sicher. Die wesentlichen Dinge sind nicht abgesagt.

Andacht von Superintendent Andreas Kühne-Glaser

Hier kann die Andacht gehört werden.